ePUB Schwarze Magnolie: Wie ich aus Nordkorea entkam. Ein Bericht aus der Hölle – Albawater.co

Ein langer Weg in die FreiheitHyeonseo Lee wurde in Nordkorea geboren, jenem Land, aus dem so gut wie keine Nachrichten nach au en dringen Als sie sieben Jahre alt ist, erlebt sie erstmals eine ffentliche Hinrichtung Oft sieht sie im Grenzfluss zu China Leichen treiben, Menschen, deren Flucht in ein besseres Leben misslang Als Teenager schleicht sich Hyeonseo heimlich ber die Grenze nach China, um wenigstens einmal den Fesseln des Kim Regimes zu entkommen doch dann ist ihr der Heimweg versperrt Eine gef hrliche Flucht beginnt Ein geregeltes und f r Nordkoreas Verh ltnisse gutes Leben direkt an der chinesischen Grenze und eine relativ hohe Stellung in der staatlichen Ordnung Nordkoreas genie t die damals 17j hrige Hyeonseo Lee Bevor sie jedoch zum Studieren beginnt und ihr restliches, vorprogrammiertes Leben im Sinne des gro en F hrer leben soll, m chte sie in ihrem jugendlichen Leichtsinn nur einmal ber die Grenze nach China um Verwandte in Shenyang zu besuchen Aufgrund ihrer Beziehungen zu ein paar Grenzposten schafft sie es eines Nachts ber die Grenze und l sst ihre geliebte Familie hinter sich W hrend sie sich dann auf die v llig undurchdachte, gef hrliche Reise nach Shenyang zu ihrem Onkel begibt, wird ihr langsam bewusst, dass eine R ckkehr nach Nordkorea wom glich mit schweren Konsequenzen verbunden sein wird Denn ein Grenz bertritt gilt in Nordkorea als Hochverrat und wird h ufig mit Exekution oder lebenslanger Haft in einem Arbeitslager bestraft.Es beginnt eine Odyssee aus Verfolgungen, Identit tswechseln, Verhaftungen, Flucht, Erpressungen und der Beharrlichkeit sich dennoch ein halbwegs geregeltes Leben in China aufzubauen zu wollen.W hrend sie ihre Familie so sehr vermisst, dass sie unter schweren Depressionen leidet, findet sie kaum sozialen Halt Trotz Arbeit und vielen Menschen die sie ber die Jahre kennenlernt, kann sie niemanden so richtig trauen, denn sollten die chinesischen Beh rden bemerken, dass sie Nordkoreanerin ist, w rde sie zur ckgeschickt werden und m sste mit dem Schlimmsten rechnen.Dass sie diesem Schicksal st ndig ins Auge sieht, in dem sie immer wieder in unkontrollierte, schlimme Situationen ger t, denen sie nur mit viel Gl ck entkommen kann, weckt in einem zwiwschenzeitlich die Idee eines grandiosen Hollywood Films, wie es sich kein Drehbuch Autor besser erdenken k nnte.In einem Leben voll von Einsamkeit, Angst und Traurigkeit ger t die Autorin immer mehr in Identit tskrisen und wei nicht mehr wo ihr Platz zu sein scheint in der sie sich st ndig fragt Woher komme ich, wo bin ich jetzt und wohin will ich gehen und dabei sind nicht nur die geographischen Umst nde gemeint.Ein ausnahmsweise positiver Wink des Schicksals sorgt daf r, dass ihre Familie ein h chst illegales Handy aus China eine Frucht des illegalen Handels zwischen China und Nordkorea ber einen bekannten Vermittler auf chinesischer Seite Kontakt mit ihr aufnehmen k nnen.Sie beschlie t mittlerweile 12 Jahren nach ihrer Flucht die eigentlich nie h tte eine sein sollen und mittlerweile sicher in S dkorea gelandet ihre Familie rauszuholen um wieder ein vereintes Leben in S dkorea zu f hren und die Vorz ge einer modernen Welt wie dem Duft der Freiheit, in der man selbst f r sich Entscheidungen treffen kann ohne jedes mal Konsequenzen abw gen zu m ssen gemeinsam zu er leben.Dass sich das nat rlich alles andere als leicht darstellt ist klar es beginnt ein weitere Nerven Zerrei probe, die erst mal mit monatelanger berredungskunst an ihre Mutter und ihren frisch verliebten Bruder startet und in weiterer Folge ber lange Zeit alle an ihre psychischen Grenzen sto en lassen.Fazit Die Autorin leidet an einer jahrelangen Folge von Schicksalsschl gen und der st ndigen Angst aufzufliegen, die mit Exekution enden kann, w hrend sie zus tzlich v llig vereinsamt immerw hrend ihre Familie sehr vermisst.Ihre Geschichte ist beeindruckend und die Art wie sie diese Geschichte erz hlt, l sst einem nichts anderes brig als empathische Sympathien f r die Autorin zu entwickeln Auch die Spannung flaut nie ab, da st ndig etwas passiert Zudem gibt es einem fernab von Reportagen und Dokus authentische Einblicke von innen wie das System in Nordkorea im gesellschaftlichen Alltag funktioniert, die die Autorin 17 Jahre lang mittendrin miterlebt hat.Mein jahrelanges Interesse an den Menschen in Nordkorea und der Umstand, dass die Autorin etwa gleich alt ist wie ich, lie mich umso mehr mitf hlen Es wird einem bewusst, dass ein gut situiertes Leben in Freiheit, das mit regelm igen Urlauben im Sinne der Reisefreiheit und beruflicher und sozialer Bodenhaftung, sowie die M glichkeit jederzeit seine Familie besuchen zu k nnen, ein wahnsinnig hohes Gut ist, das man wohl viel zu sehr als selbstverst ndlich sieht. Ein Bericht aus der H lle ist vielleicht etwas bertrieben, zumal die Autorin durchaus positives aus ihrer alles in allem gl cklichen Kindheit in Nordkorea zu berichten wei Man ist eigentlich eher berrascht, dass es auch in diesem stalinistischen Land durchaus Freir ume und private Nischen gibt und sogar Korruption zum Alltag geh rt Die gottgleiche Verehrung des gro en und des geliebten F hrers welcher Titel bleibt dann dereinst f r Kin Jong Un bis weit in den privaten Bereich ist allerdings f r uns befremdlich, noch befremdlicher, dass dies so tief im Bewusstsein verankert ist, dass die Menschen sich selbst nach ihrer Flucht nicht ganz davon l sen k nnen Die fast unglaublichen Einzelheiten der langen und komplizierten Flucht ber China und Laos mit vielen u erst kritischen Situationen sind mega spannend Recht gut wird auch beschrieben, wie schwer es den Menschen f llt nach dem Leben in einem Staat, der alles reguliert und vorschreibt, aber sie auch jeglicher Sebstverantwortung enthebt in einem demokratischen Industriestaat wie S dkorea Fu zu fassen Der Gegensatz zwischen den Koreas k nnte gr er nicht sein, so dass viele Fl chtlinge sogar wieder zur ck wollen Insgesamt sehr faszinierende Einblicke in eine v llig fremde Welt Aber dort hin reisen m chte man nach dieser Lekt re keinesfalls. Die junge Frau ist ja in ungef hr meinem Alter, wir hatten also zu gleichen Zeit die Jugend verlebt, nur in anderen L ndern Sie leider in einem der schrecklichsten Staaten, die man sich vorstellen kann Nordkorea.Mit dem Buch bekommt man einen Einblick in den Alltag der Nordkoreaner und es macht Hoffnung, zu lesen, dass die Nordkoreaner doch nicht jeden Unsinn glauben, den die eigene Staatsf hrung verzapft, dass es doch noch gedankliche Freir ume gibt und dass selbst der totalit rste Staat nichts ausrichten kann gegen Korruption und Schwarzhandel, denn dann w re die Lage der Nordkoreaner noch schlimmer.Sie schildert, wie sie vollkommen naiv als 17 j hrige nach China ging, um kurz vor dem 18 Geburtstag wieder zur ck sein Aber sie konnte nicht, sie wurde von ihrer Mutter gewarnt, weshalb sich die junge Frau den Weg nach S dkorea erk mpfen musste.